Kupfer tötet Coronavirus

Können Krankheiten durch Geld übertragen werden? Immerhin kommen Scheine und Münzen viel herum. Auf 500-Euro-Scheinen werden regelmäßig sogar kleinste Spuren von Kokain gefunden [1], warum sollte da kein Platz für Erreger sein? Tatsache ist, dass Kleingeld weniger “gefährlich” ist als Papiergeld. Insbesondere das Rotgeld ist antiviral.

Der britische Forscher Bill Keevil (University of Southampton) hat nachgewiesen, dass Kupfer den Norovirus abtötet, der bekanntlich besonders üble Magen-Darm-Erkrankungen auslöst. Selbst der berüchtigte Krankenhauserreger Staphylococcus aureus überlebt auf Kupfer nur eineinhalb Stunden [2]. Da wäre es doch z. B. keine schlechte Idee, Türknäufe und -klinken in Kliniken und Altenheimen, Haltestangen und Griffe in Bussen, U- und S-Bahnen oder im ICE aus Kupfer herzustellen, sie zu verkupfern oder wenigstens das gute alte Messing zu nehmen.

© Bildrechte: myshoun @pixabay 05.07.2021

Die EU will Kupfermünzen abschaffen. Schlecht im Kampf gegen Pandemien!

Wechselgeld, das aus 10er, 20er und 50er Münzen besteht, sollte man am besten etwas liegen lassen. Nach immerhin 4-5 Stunden ist Messing keimfrei [3]. Schon ein Kupferanteil von 60 Prozent wie im Messing (Legierung aus Kupfer und Zink) ist hochwirksam gegen Viren, Bakterien und Pilze. Weniger steril dürften dagegen 1- und 2-Euromünzen sein. Denn auf Edelstahl fühlen sich Krankheitserreger richtig wohl. Der Messingrand reicht zur Keimfreiheit wohl kaum aus.

Schade übrigens, dass kein Silbergeld mehr im Umlauf ist. Silber gilt seit jeher als desinfizierend, und das zu Recht. Innerhalb von Minuten kann es bis zu 650 verschiedene Krankheitserreger abtöten, so dass es sich als natürliches Antibiotikum einsetzen lässt. Eine Silbermünze im Wassereimer hatte schon vor hundert Jahren den Ruf des Glücksbringers – und das war nicht bloß Aberglaube. Resümee: Konsequent und gesünder wäre es, Fünf- und Zehn-Euro-Scheine durch entsprechende Silbermünzen – oder wenigstens versilberte Kupfermünzen – zu ersetzen.

Experimente unter anderem des US-Gesundheitsinstituts NIH und der Seuchenschutzbehörde CDC zeigten, dass Kupfer auch gegen Coronavirus (SARS-CoV-2) oder SARS (SARS-CoV-1) wirkt: Auf Kupferoberflächen überlebt SARS-CoV-2 nur etwa vier Stunden. Auf Edelstahl oder Kunststoff – beides in Krankenhäusern leider an vielen Stellen üblich – waren sogar 72 Stunden nach einer Kontamination noch lebensfähige Viren nachweisbar [4]. Kein Wunder, wenn Krankenhaus-Mitarbeiter verzweifeln: I can’t get no desinfection …
Selbst auf Kartonagen – und daher wahrscheinlich auch auf Geldscheinen – halten es die Viren nur 24 Stunden aus, viel kürzer als auf Bettrahmen, an Haltegriffen oder Nachttischen in unseren Kliniken.

© Bildrechte: Jan Toczyski @Cerames, mit freundl. Genehmigung f. Ekrim 05.07.2021

Das Bad in einer mexikanischen Kupfer­bade­wanne (Cerames) sollte folgerichtig gegen Fußpilz oder Hautkrankheiten helfen.

Allerdings sollte man nun nicht einfach auf Silber- und Kupfermünzen herumlutschen. Es könnten gesundheitsschädigende Silber- und Kupferverbindungen entstehen. Und keimfrei bedeutet nicht gesund. Der Mensch besteht aus ungefähr 10 Billionen Zellen, aber auf und in ihm leben an die 100 Billionen Bakterien der verschiedensten Arten – man schätzt, dass sie insgesamt an die zwei Kilo wiegen, 1,5 Kilo allein im Darm. Auch diesen nützlichen Bakterien, mit denen der Mensch in Symbiose lebt, macht das edle Silber den Garaus. Das Gleiche gilt für Kupfer. Silber und Kupfer innerlich angewendet würde also gerade erst zu “Magen-Darm” führen, da die Nützlinge im Verdauungstrakt abgetötet würden.

Siehe auch Oligodynamie


[1] zeit.de: Lassen sich auf fast allen Geldscheinen wirklich Spuren von Kokain nachweisen?
[2] wissenschaft.de: Kupfer gegen Norovirus
[3] European Copper Institute: Kupfer im Zusammenhang mit Gesundheit & Hygiene
[4] Süddeutsche Zeitung: Falschmeldungen verunsichern zahlreiche Menschen, Aerosol and surface stability of HCoV-19 (SARS-CoV-2) compared to SARS-CoV-1.

© Rechte am Beitragsbild: releon8211 ID: 809672696 @iStock Standardlizenz 05.07.2021

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