Up, up and away

Pilotenstreik bei der Lufthansa war gestern. Der Bardabunga spuckt keine Aschewolken. Air Berlin hat noch nicht dicht gemacht. Das Taxi ist pünktlich und die 3 Kilo Übergewicht in B’s Koffer werden akzeptiert.

Wir starten von Tegel Richtung Osten. Beim Schwenk um den Fernsehturm am Alex sehe ich unten rechts zum Abschied kurz meinen Garten, rot die benachbarten Tennisplätze, weiss leuchtet die nördliche Hauswand im Sonnenlicht.

Das Labyrinth des Frankfurter Flughafens will bewältigt werden: Hoch, raus, links, runter, Aufzug, rechts, links, wo sind die Bordkarten? Magnetbahn nach Z, neue Sicherheitskontrollen, Passkontrollen, Warteschlangen, Laufbänder, Warteschlangen. Endlich am Platz. Neulich soll es sogar zur Schlägerei gekommen sein, weil der Vordermann den Sitz komplett runterstellte. So wie meine Vorderfrau. Es gibt WLAN an Bord!

Rechts zieht die Küste von Cornwall vorbei mit langen menschenleeren Sandstränden, zwischen den vorgelagerten Inseln ein Viermaster-Segler. Nebel, Turbulenzen.

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Wir nähern uns von Nordosten langsam der amerikanischen Küste. Der Plan zeigt St. John’s, es wackelt heftig. Unter uns Land, Bay Roberts rechts. Wir fliegen über Maine, Vermont, Boston, New York – das alles werden wir uns in den nächsten Tagen und Wochen genauer anschauen!

Wir umkreisen einige Gewitterzellen und nähern uns unter einem schwarzen Wolken-Ungetüm dem Flughafen Washington-Dulles. Träge bremst die Boeing 747 aus, nun ist Geduld gefragt, bis ein Platz für den Flieger frei wird. Mit seltsamen Gefährten, die aussehen wie weisse U-Bahn-Waggons auf Teleskop-Rädern, mit zwei “Hörnern” auf dem Dach, bringt man uns zur Immigration (Foto unten links). Hier geht es ganz schnell, anders als die vielen Horrorstories über die Behandlung von Besuchern vermuten liessen, die ich im Vorfeld gehört hatte.

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Das Einreiseformular und den Pass vorzeigen, ein paar Fragen zum Zweck der Einreise beantworten, hat man auch Geld dabei? Vier Finger der linken Hand auf ein Scanglas legen, dann den Daumen und das Ganze auch für die andere Hand. Jetzt noch ein Foto gemacht und zwei Stempel in den Pass gedrückt.

Der Koffer ist nicht verloren gegangen, sondern dreht auf dem Band seine Runde. Mit Koffer nochmal kurz den Pass gezeigt und das Formular abgegeben und raus gehts. Die Vereinigten Staaten dürfen sich auf uns freuen.

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