Menschheit stand kurz vor dem Aus

Die „letzte Generation“ ist offenbar der Meinung, die ganze Menschheit stehe kurz vor dem Aussterben. Sonst müsste sie sich anders nennen. Dass die Menschheit tatsächlich mehr als einmal kurz davor war zu verschwinden, zeigen neueste Forschungen. Vor ca. 900.000 Jahren stand es um unseren Vor­fahren, den „Homo“, der damals „erectus“ (aufrecht gehend) hieß und noch nicht so selbsternannt weise (sapiens) war wie heute, besonders eng [1]. Kaum vorstellbar bei der heutigen Erdbevölkerung von 8,13 Milliarden [2] – die ent­schei­dende Gruppe der Erectus-Zweibeiner war auf ca. 1.280 Exemplare geschrumpft, der neuentwickelten Untersuchungsmethode FitCoal (Fast Infinitesimal Time Coalescent Process) zufolge [3]. Über 100.000 Jahre hinweg blieb die Überlebenden-Gruppe derart klein. Aber irgendwie haben es die damaligen Homininen [4] wieder einmal geschafft, sonst wären wir heute nicht hier – oder sähen zumindest ganz anders aus. Ab 813.000 Jahren vor Christus war diese Krise jedenfalls überstanden und es kam zu einer neuerlichen raschen Ausbreitung des Homo erectus [5].

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Der mutmaßliche Vorfahre des Menschen kletterte vor 22 Millionen Jahren noch gemächlich in Bäumen herum – hier rekonstruiert aus wenigen Knochenteilen.

Über unsere äffischen Anfänge als Proconsul vor etwa 22 Millionen Jahren und die folgenden etwa 10 Millionen Jahre wissen wir recht wenig. Manche Forscher bezweifeln gar, dass dieser bis zu 80 kg schwere Baumbewohner [6] der ge­mein­same Vorfahre von Menschen und Menschenaffen ist (rechts) [7]. Obwohl seine Ähnlichkeiten mit heutigen Brüllaffen dies meines Erachtens nahelegen [8] 🙂 . Sie halten den Ramapithecus (14 bis 8 Millionen Jahre vor unserer Zeit) für das „missing link“ – wobei aufgrund der zeitlichen Abfolge ja auch beides richtig sein könnte. Aber auch darüber ist man sich in der Paläoanthropologie nicht einig [9].

Es gibt noch zu wenige Funde, um die Urgeschichte des Menschen wirklich zu klären. Mal wird hier ein verwitterter Backenzahn [10] oder dort ein halber Unterkiefer gefunden, viel seltener auch Schädelteile oder Teile eines Skeletts [11]. Aus diesen wenigen Fundstücken versuchen die Paläontologen, ein Bild der vielen frühen Homininenarten und ihrer Verwandtschaftsbeziehungen abzuleiten und stellen Theorien zu ihren Wanderungen auf. Aber Archäologen können niemals sicher sein, aus den Funden wirklich die richtigen Schlüsse zu ziehen [11.1].

Man weiß heute – geschärft durch den Blick auf aktuelle Klima­szenarien – dass die Bestände der Urmenschen von erheblichen Schwankungen geprägt waren. Forscher fanden Hinweise, dass Umwelt­veränderungen in der menschlichen Ent­wick­lungs­ge­schich­te immer wieder zu starken Rück­gängen der Populationen geführt haben. Die Mensch­heit bewegte sich also lange Zeit am Rande des Aus­sterbens, von einer zwangsläufigen Höher­entwicklung zur „Krone der Schöpfung“ kann keine Rede sein.

Die menschliche Frühgeschichte beginnt in den meisten Darstellungen dann erst so richtig mit dem Homo erectus/ergaster vor etwa 2,5 Millionen Jahren. Im allgemeinen gilt die „Out of Africa“-These, wonach diese frühen Menschen, die immerhin schon aufrecht gingen, aus dem Süden Afrikas quer über den Kon­ti­nent nach Norden zogen und schließlich den Nahen Osten, dann Europa, Asien, Australien besiedelten. Jedenfalls wurden in Asien und Europa Homo-erectus-Knochen aus der Zeit vor etwa 1,9 bis 1,5 Millionen Jahren gefunden. Das ist aber nicht eindeutig; eine andere These hält den damals sub­tropischen Nahen Osten für den Ausgangspunkt [12]. Und immer gilt: die mensch­li­chen Vor­fahren ent­wickelten sich aus­einander, kreuzten sich wieder miteinander, starben aus wie der Neandertaler und der Denisova-Mensch oder mach­ten Ent­wick­lungs­sprünge. Letztlich blieb der Homo sapiens übrig – bis heute jedenfalls.

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Der Homininen-Stammbaum nach Überlegungen von Friedemann Schrenk.

Umso glücklicher sind die Urgeschichts-Forscher, dass neue Unter­suchungs­metho­den mit Hilfe von DNS-Informationen etwas Licht ins Dunkel von „Eine Million Jahre vor unserer Zeit“ bringen [13]. Betrachtet man den Stamm­baum nach Friede­mann Schrenk, so fällt auf, dass etwa zu der Zeit, als der neu entdeckte Flaschen­hals die Population des „erectus“ auf wenige hundert Exemplare reduzierte, andere Ho­mi­ni­nen­arten gänzlich ausstarben – so der Paran­thropus. Es muss also Ver­ände­rungen in der Umwelt der mensch­lichen Vorfahren gegeben haben, die sehr schwer oder gar nicht zu bewältigen waren.

Interessanterweise sind die Forscher überzeugt, dass erhebliche Tem­pe­ra­tur­ver­änderungen im Pleistozän schuld an der Fast-Anthropolypse [14] waren. Sie vermuten, dass der Lebensraum unserer Vorfahren von schweren Dürren heimgesucht wurde, was zum Verlust der Nahrungsressourcen führte.

Da sollte es doch spätestens bei uns Heutigen klingeln, denn Dürren, Hitze und Brände sehen wir in diesen Jahren auch allerorten – ob in Brandenburg, rund ums Mittelmeer und auf allen übrigen Kontinenten außerhalb Europas. Die steigenden Nahrungsmittelpreise spiegeln die beginnende Klimakatastrophe bereits wider. Leider haben wir keine Zeitmaschine erfunden, um unsere Vorfahren zu befragen, wie es damals zur Katastrophe kam und wie man mit ihr am besten umgeht. Fraglich wäre sowieso, ob wir mit Ratschlägen unserer Ur-Ur-…Ur-Ahnen heute weit kämen.

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Noch nie war die Zahl der Menschen auf diesem Planeten so groß wie heute. Zu den genannten 8,13 Milliarden addieren sich jährlich etwa 90 Millionen weitere Er­den­bür­ger, quasi jedes Jahr ein Iran (etwa 88,8 mio Einwohner) und auch diese Wachstumsrate steigt unaufhörlich. Mit jedem zusätzlichen Menschen kommt auch ein neuer CO2-Fußabdruck auf die Welt. Dies ist sicher nicht die Hauptursache für die Klimaveränderung, sondern unsere Wirtschaftsweise mit fossilen Energieträgern, verschärft aber die Gesamtlage erheblich. Schon Arthur Schopenhauer sah im 19. Jahrhundert kommen, dass selbst nach dem Überwinden aller Kon­flik­te und Krank­hei­ten „am Ende die […] Übervölkerung des ganzen Planeten das Resultat seyn“ werde, „dessen entsetzliche Uebel sich jetzt nur eine kühne Einbildungskraft zu vergegenwärtigen vermag“ [15].

Ein Deutscher produziert durch­schnitt­lich 11,2 Tonnen CO2 pro Jahr – wünschens­wert wäre maxi­mal 1 Tonne [16]. Wieviel es bei Ihnen persön­lich ist, können Sie online aus­rechnen [17]. Wir haben es hoch­ge­rech­net welt­weit mit einer Steige­rung um gut 527 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr zu tun – allein aufgrund des Bevöl­kerungs­wachstums [18]. Wäre es da nicht an der Zeit, über eine Reduzierung der Menschheit nachzudenken, z.B. in Form einer internationalen Geburtenkontrolle? Warum müssen es 8,2 Milliarden sein – wären 1 bis 2 Milliarden Menschen – wie 1927 – nicht auch längst genug [19]? Um es ganz brutal zu sagen: Wenn wir unserem blinden Vermehrungstrieb weiterhin freien Lauf lassen und es nicht selbst regeln, macht es womöglich die Natur mit uns [20] – wie vor 900.000 Jahren.

Unsere intellektuellen Chancen sind begrenzt, so „weise“ ist der sapiens wohl nicht. Wir spüren in diesen Tagen deutlich, dass es nur wenige „Weise“ wie Harald Lesch, Klaus Hasselmann oder Syukuro Manabe gibt, die es verstehen, aber eine große Masse, die es nicht wahrhaben will. Um es wieder mit Schopenhauer zu sagen: „Im Allgemeinen […] haben die Weisen aller Zeiten immer das Selbe gesagt; und die Toren, d.h. die unermessliche Majorität aller Zeiten, haben immer das Selbe, nämlich das Gegentheil, gethan: Und so wird es denn auch ferner bleiben“ [21]. Hoffentlich nicht, denn wollen wir wirklich, dass Milliarden Menschen elend sterben müssen, nur weil die Mehrheit zu doof oder zu faul ist, um auf das Wissen über den Klimawandel auch die richtigen Taten folgen zu lassen?

Wir brauchen nach der Erfindung der Landwirtschaft durch den Homo sapiens nunmehr eine gezielte, globale Bevölkerungs- und eine Klimabewirtschaftung. Sonst könnte es dank des demografisch-ökonomischen Paradoxons so enden wie in der satirischen Komödie Idiocracy von 2006. Es ist keineswegs gesichert, dass der „Homo sapiens“ evolutionär (also auf „natürlichem Wege“) immer klüger wird.

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Forscher sind grundsätzlich Optimisten. Anthropologen leisten sich eine über­ge­ord­nete distanzierte Perspektive. Da verschwinden individuelles Elend, Leiden und der Tod in den fast unendlichen Weiten der Erdgeschichte. Studien-Co-Autor Yi-Hsuan Pan von der East China Normal University in Shanghai vermutet nämlich, dass der Populationsengpass vor ca. 30.000 Generationen die Menschen dazu zwang, erfinderischer zu werden, um zu überleben. Dieser „Tritt der Natur in den Homininen-Hintern“ könne wegweisende geistige oder kulturelle Entwicklungen in Gang gebracht haben, sogar die „Erfindung“ des Lagerfeuers [22]. Pan vermutet, dass der äußere Selektionsdruck Frühmenschen mit größeren Gehirnen bevorzugt habe, wodurch die wenigen Überlebenden sozusagen aus dem Schaden klüger wurden und sich schließlich zum Homo sapiens, später zum Neandertaler und Denisova-Menschen weiterentwickelt haben.

Im Volksmund heißt es „Not macht erfinderisch“ – es wird an dieser These also was dran sein. Dem Homo erectus ging es schlecht; da hieß es Sterben oder Neues ausprobieren, um zu überleben. Auch heute gibt es ja viele Menschen, die nur unter Druck zu besonderen Leistungen bereit und fähig sind. Die quasi mit der Nase drauf gestoßen werden müssen, um zu lernen. Auch heute gibt es viele Menschen, die mit aller Gewalt am Gewohnten festhalten wollen und wie die Wähler der AfD oder der Wagenknecht-Partei eher noch trotziger werden, wenn man sie von notwendigen Veränderungen überzeugen will. Lieber glauben diese an absurde Ver­schwö­rungs­theo­rien, an Lügen, völlig Unsinniges, weil sie es gewohnt sind und es bequemer ist. Die psychologische Ursache ist eine Aversion gegen „kognitive Dissonanz“ [23]: Etwas anders zu machen als bisher, was auch noch kurzfristig mit (subjektiven) Nachteilen verbunden wäre, führt bei manchen Menschen zur radikalen Ablehnung. Selbst wenn die Vernunft etwas anderes gebietet.

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Ausgestorbener Pflanzenfresser: Paranthropus aethiopicus. Dass die Rekonstruktion grün ist, ist reiner Zufall.

Solche Menschen wären vor 900.000 Jahren ausgestorben. Sie hätten solange weiter gemacht, bis es nicht mehr weiter ging. Und dann wäre es für sie aus gewesen. Die anderen waren zur Umstellung bereit. Der Homo Paranthropus aethiopicus hatte es z.B. mit dem Herumkauen auf harten Stengeln und Wurzeln versucht, statt leckerem Gemüse hinterher zu trauern, das es nicht mehr gab. Mit hartfaserigem Zeug konnte man sich im wahrsten Sinne noch eine Weile durch die Ökokrise beißen, dazu brauchte man nicht mal ein besonderes Gehirn, nur Kaumuskeln. Aber irgendwann scheinen auch Rinde und Wurzeln zu knapp geworden zu sein, denn der Paranthropus starb aus. Der Homo erectus dagegen erweiterte die Nahrungspalette, indem er alles aß – auch Tierisches. Da so ein aufrecht gehender schwächlicher Menschen-Vorfahre weder die Geschwindigkeit eines Leoparden, noch die Klauen und die Kraft eines Löwen besaß, musste er sich was ausdenken. Und dazu braucht man Gehirn. Wahrscheinlich versorgte er sich mit Hilfe von scharfen Feuersteinen mit Schabefleisch von dem, was Löwen und Coyoten übrig ließen. Solange es noch kein Feuer gab, aß man eben ein paar hun­dert­tau­send Jahre lang eine Art Mett zum pflanz­lichen Mahl. Erst während der 100.000 Jahre andauernden Populationskrise wurde wohl der Grill erfunden, nun gab es endlich lecker Steak statt immer nur Hackepeter. Und parallel dazu entwickelte sich die genetische Fähigkeit zur Sprache (FOXP2-Gen). Es wäre am Lagerfeuer sonst auch recht langweilig gewesen [23.1].

Die Alternative zum Sterben ist auch heute, Neues zu machen – vielleicht auch wieder mal das traditionelle Steak wegzulassen und andere Eiweißquellen zu nutzen. Wir brauchen den findigen und solidarischen „Homo excogitus“. Technologie und Kultur sind der einzige Weg, den langwierigen (und schmerzvollen) Prozess der biologischen Selektion zu überspringen [24]. Mit Sekundenkleber, Tempo 100 und einem 9€-Ticket allein ist gar nichts erreicht. Auf einem selbstgewählten Evolutionsweg lauern andere Probleme: Klimakipppunkte und Umweltverschmutzung, eine falsch ausgerichtete künstliche Intelligenz und die Beschleunigung von Infektionskrankheiten gelten als die „14 Evolutionsfallen“ [24.1].

Aber da wir über Zehntausende von Jahren Wissen angesammelt haben, könnte die Menschheit vielleicht von sich aus auf den richtigen Dampfer kommen, bevor die Natur selbst noch dem letzten unwilligen Narzissten die Notwendigkeit vor Augen führt, dass es so nicht weitergeht. Gefragt sind: Kreativität, Innovationskraft und eine gesteigerte Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Denn eines ist sicher: „Wenn etwas nicht ewig so weitergehen kann, dann tut es das auch nicht“ [24.2].

Für eine passiv-evolutionäre Anpassung wie die des Homo Paranthropus aethiopicus, die quasi von allein passiert, fehlt uns die Zeit. Auch wenn z.B. Algen, Insekten, Würmer und Gras fressen uns noch eine Zeitlang das Überleben sichern könnte. Das wäre in der Analogie sozusagen der weiterentwickelte „Homo veganus et insectivores“ (nur Pflanzliches und Insekten essend) mit einem verlängerten Verdauungstrakt. Nein – am Homo excogitus führt kein Weg vorbei. Ideen für eine sinnvollere Lebensweise, die unsere Ressourcen schont und den Treibhauseffekt nicht weiter verstärkt, gibt es genug. Wir müssen nun findig sein, Innovationen schnellstens umsetzen und danach leben.

Wer einfach weitermachen will wie bisher oder nur schreit „Geht nicht, will nicht“, hat keine Zukunft, das zeigt unsere Vergangenheit. Dieser „Homo ignorans“ [25] wird aussterben.

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Literatur

(AH) Achim Haug: Reisen in die Welt des Wahns, ISBN: 978 3 406 72743 6.

(RK) Robert L. Kelly: Warum es normal ist, dass die Welt untergeht. Eine kurze Geschichte von gestern und morgen. ISBN: 978-3-8062-4014-6.

Fußnoten

[1] science.org: Genomic inference of a severe human bottleneck during the Early to Middle Pleistocene transition. Die Studie legt nahe, dass die in der Stichprobe berücksichtigten 50 Populationen von einer einzigen Population abstammen. Welche das ist und wo diese gelebt hat, wissen wir nicht. Es bedeutet aber, dass es zur Zeit von vor 900.000 Jahren auch andere Populationen gegeben haben mag. Der Homo erectus hatte sich schließlich von Afrika aus nach Asien und Europa ausgebreitet. Von diesen sind aber keine direkten Spuren in unserer DNA übrig geblieben.
Auch vor 70.000 Jahren – während der letzten Eiszeit – wäre die Menschheit fast ausgestorben. Eine Hypothese lautet, dass diese besonders kritische Kältephase durch den Ausbruch des Vulkans Toba auf der Insel Sumatra ausgelöst wurde – (RK), S. 81. Die verstreut lebenden Kleingruppen summierten sich auf nur etwa 2.000 Individuen – Menschheit vor 70.000 Jahren fast ausgelöscht

[2] countrymeters.info: Weltbevölkerung am 24. Oktober 2023. 

[3] Dazu nutzen Forscher Muster in den genetischen Unterschieden zwischen heutigen Menschengruppen. Durch Modellberechnungen sind dann Rückschlüsse auf einstige Populationsgrößen und deren Veränderungen möglich. Anhand von typischen Mutationsraten, die bei Generationsabfolgen auftreten, lassen sich auch Zeitfenster bestimmen. Das haben die Forscher nun bei Genomsequenzen von 3.154 Personen aus 50 unterschiedlichen Populationen heutiger Menschen angewendet. 

[4] wikipedia.org: Menschenaffen. Die Begriffe „Homininen“ und „Hominiden“ beziehen sich auf verschiedene Kategorien innerhalb der menschlichen evolutionären Linie: Hominiden: Dies ist eine Familie der Primaten, die vier Gattungen mit acht anerkannten heute lebenden Arten zusammenfasst, einschließlich Gorillas, Menschen und Orang-Utans. Homininen: Dies ist eine Unterfamilie von Hominiden und umfasst die Arten der Gattung Homo einschließlich des heute lebenden Menschen (Homo sapiens) sowie die ausgestorbenen Vorfahren dieser Gattung 

[5] wissenschaft.de: Starben unsere Vorfahren einst beinahe aus? 

[6] wikipedia.org: Proconsul (Gattung): Das Gewicht des Proconsul major wird auf rund 60 bis 80 kg geschätzt – ein richtiger Brocken. Damit verglichen waren die Australopithecinen wie Lucy mit 27 bis 45 kg Körpergewicht klein und zart. 

[7] wikipedia.org: Proconsul (Gattung), Abschnitt „Systematik“. 

[8] wikipedia.org: Proconsul (Gattung). Der Paläoanthopologe Alan Walker vergleicht den Proconsul hinsichtlich seiner Bewegungsweise mit den heutigen Brüllaffen. 

[9] wikipedia.org: Ramapithecus, Abschnitt „Heutige Namensvarianten“. Nach Robert L. Kelly ist der Sahelanthropous tchadensis, der vor etwa 7 Millionen Jahren lebte, der älteste menschliche Vorfahre. Dieser ging bereits aufrecht – (RK), S. 44. 

[10] Wie im Falle des Denisova-Menschen

[11] Wie im Falle des Ramapithecus oder von Lucy 

[11.1] Vgl. (RK), S. 26. Dennoch werden die wissenschaftlichen Methoden immer ausgefeilter, mit denen aus den wenigen Fundstücken Informationen gezogen werden können, vgl. (RK), S. 29f. 

[12] welt.de: Homo erectus stammt womöglich aus dem Kaukasus. Man fand Erectus-Spuren in Georgien, Indonesien und China aus der Zeit vor 1,6 bis 1,8 Millionen Jahren. Vor etwa 800.000 Jahren fand eine weitere Besiedlungswelle statt mit Südeuropa als Ziel – der Homo heidelbergensis. Vermutlich ist dieser der Vorfahre des ausgestorbenen Neandertalers – (RK), S. 56. 

[13] Anders als in diesem Filmklassiker gab es damals schon lange keine Saurier mehr. Es ist auch zu bezweifeln, dass die Homo erectus-Frauen so aussahen wie Racquel Welch im Fell-Bikini. 

[14] In seinem Anthropozentrismus faselt der moderne Mensch gerne von der Apokalypse; gemeint ist aber ein Ende der Menschheit. Der Mensch schädigt die Ökosphäre fortwährend, selbst ein Atomkrieg würde aber nicht alles Leben auf der Erde vernichten können. Wohl aber könnten die Menschen von der Erde verschwinden. Daher ist der Begriff der „Anthropolypse“ statt der Apokalypse treffender für das, was uns vielleicht bevorsteht. 

[15] Dr. Walther Ziegler: Schopenhauer in 60 Minuten, 30:26 min. 

[16] umweltbundesamt.de: Wie hoch sind die Treibhausgasemissionen pro Person in Deutschland durchschnittlich? Als klimaverträglich gilt ein weltweiter Pro-Kopf-Ausstoß von unter 1 Tonne CO2

[17] uba.co2-rechner.de: CO2-Rechner des Umweltbundesamtes – Berechnen Sie Ihre aktuelle CO2-Bilanz und optimieren Sie diese für die Zukunft

[18] statista.com: Pro-Kopf-Treibhausgasemissionen weltweit in den Jahren 1990 bis 2020 – Es kommen also 5,94 Tonnen * 88,8 Millionen neue Erdenbürger = 527.472.000 Tonnen CO2 jährlich als Fußabdruck hinzu. 

[19] Die Zahl von 2 Milliarden Menschen wurde 1927 erreicht – wissen.de: Bevölkerungsentwicklung: Rasantes Wachstum

[20] spektrum.de: BEVÖLKERUNGSPOLITIK – Stoppt das Bevölkerungswachstum, Bedrückende Prognose bis 2050 – Davos-Bericht sagt Millionen Tote durch Klimawandel voraus

[21] Dr. Walther Ziegler: Schopenhauer in 60 Minuten, 30:54 min. 

[22] Archäologen fanden in einer südafrikanischen Höhle einen „Herd“, der eine Million Jahre alt zu sein scheint – (RK), SS. 55. Beweise für ein Beherrschen des Lagerfeuers fand man mit Hilfe Künstlicher Intelligenz aus der Zeit vor etwa 800.000 Jahren im Evron-Steinbruch im Norden Israels, also nach dem Populationsengpass – nationalgeographic.de: 800.000 Jahre alte Spuren des Feuermachens gefunden. „Es ist, als hätten sich die menschliche Innovationskraft, ein gewisser Leidensdruck und die Fähigkeit zur Anpassung gegenseitig hochgeschaukelt“ – (RK), S. 40. 

[23] (AH), S. 27. Siehe auch➥ Karl Hans Janke: Erfinden wie im Wahn

[23] (RK), S. 72.

[24] =sich was überlegen. Vgl. (RK), S. 50f und 57. Kultur ist Ausdruck der menschlichen Fähigkeit, nicht-existente Dinge zu imaginieren. Dies wiederum ist die Vorbedingung jeder Technologie. 

[24.1] n-tv.de: Mögliche Auswege gezeigt – Forscher: Menschheit könnte sich selbst in Sackgassen steuern

[24.2] Zitat des US-Ökonomen Herbert Stein nach (RK), S. 12. 

[25] =etwas Offensichtliches ignorieren. 

Beitragsbild: Thanh_Nguyen_SLQ @pixabay, 25.10.2023.

18274.1   Guérin Nicolas (messages), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, 25.10.2023.  

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18274.3   Bwd, Public Domain, via Wikimedia Commons, 25.10.2023.  

18274.4   ZDFheute Nachrichten, 5 Antworten zu den weltweiten Bränden, @Youtube, 25.10.2023.  

18274.5   Ollie Bye, The History of the World: Every Year, @Youtube, 25.10.2023.  

18274.6   Guérin Nicolas (messages), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons, 25.10.2023.  

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