Delfine flitzen glitzernd durch die See

“Akaroa” ist Maorisprache, viele Orte in Neuseeland verwenden die Sprache der Ureinwohner für den Namen. Der 800-Seelen-Ort liegt in einer malerischen Bucht (die Caldera eines erloschenen Vulkans) auf der Halbinsel Banks nahe Christchurch. Trotz der geringen Einwohnerzahl bedeckt Akaroa eine ganz schöne Fläche. Denn jeder hier möchte sein eigenes kleines eingeschossiges Häuschen mit Gärtchen haben, so dass auch Akaroa von weitem aussieht wie eine große Laubenkolonie.

Die Besonderheit des Städtchens: Mit dem Katamaran-Schnellboot fährt man ein Stück raus auf See und kann kleine Pinguine beobachten, Delfine und bräunliche Seehunde, die sich vor den braunen Felsen mit dieser ungewöhnlichen Fellfarbe sehr gut tarnen können.

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Links: Wo bitte sind die Robben? Rechts: Im Gras sieht man den Seehund gut.
© Bildrechte: Ekrim 2012

Mit der “black cat” geht’s raus in die Bucht und tatsächlich sind nach kurzer Zeit die schwarzen runden Rückenflossen eines Delfinpärchens im türkisfarbenen Pazifikwasser ausgemacht. “Like one ear of Micky Mouse” erläutert der Kapitän gutlaunig und dirigiert die Blicke immer wieder in die richtige Richtung. Es handelt sich um sogenannte Hector-Delfine, eine der kleinsten Delfinarten der Welt. Sie kommen nur um Neuseeland vor und sind aufgrund der Schleppnetz-Fischerei vom Aussterben bedroht. Es gibt wohl nur noch 7.000 von ihnen und der Bestand nimmt weiterhin ab.

Hector-Delfin
© Bildrechte: Gregory “Slobirdr” Smith, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons, bearb. v. Ekrim 10.06.2021

Ihre maximale Länge beträgt 1,20 Meter – die Bottlenose-Delfine werden zum Beispiel bis zu 3 Meter lang. Rund um die Halbinsel Banks wurde ein Meeresreservat eingerichtet, in dem Seenetze grundsätzlich verboten sind. Da die Weibchen nur einmal alle zwei bis drei Jahre Nachwuchs aufziehen können, erholt sich der Bestand kaum.

Wir haben Glück und mehrere Pärchen kommen zu uns geschwommen, ziehen eine Weile neben uns durch die See, springen, drehen der Wasseroberfläche den weißen in der Sonne glitzernden Bauch zu, schwimmen um die Wette, als wollten sie mit der “black cat” spielen. Dann sehen wir sogar eine kleine Delfinschule mit zwei Jungen. Das Schiff schwankt, die Delfine flitzen umher, da ist es sehr schwer, einen von ihnen mit einer “trägen” Digitalkamera zu fassen zu kriegen.

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Hier fühlt sich der Hector-Delfin zu Hause – im Bay von Akaroa.
© Bildrechte (obige fünf Fotos): Ekrim 2012 – © Rechte am Beitragsbild: Ekrim 2012

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