Die Reise nach Süden

Wir fliegen im klimatisierten Bus an der Ostküste entlang durch die “plains” in den kühleren Süden. Rechts die Südalpen, links der Pazifik. Von den Alpen brechen sich einge große Flüsse Bahn zum Meer. Die Landschaft wirkt europäisch, auf den ersten Blick: Rinder und weiße Schafe auf den Weiden, Weizen, Roggenfelder und einige Gemüsearten. Selbst Lavendelfelder und Olivenbäume sind auszumachen; letztere aber stets nur auf der sonnenbeschienenen Nordseite von Hügeln.

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© Bildrechte: Ekrim 2012

Noch immer fällt es mir schwer, bewusst zu halten, dass hier alles “verkehrtrum” ist: im Norden ist es warm, der Süden steht für Kälte. Der Mond steht auf dem Kopf (links: abnehmender (!) Mond), die Sternbilder wie “Altar”, “Fliege”, “Maler” oder “Mikroskop” kennt man nicht und sogar das Wasser strudelt beim Ablaufen dank der Coriolis-Kraft anders herum.

In den kleinen Städten kleine Häuschen, wie man sie aus England kennt. Die Städte sind recht zersiedelt, auf großer Fläche leben relativ wenige Menschen. Neuseeland hat ca. 4,5 mio Einwohner, die sich auf ein Land verteilen, das halb so groß ist wie Deutschland. Selbst Christchurch, die mittlerweile nur noch drittgrößte Stadt Neuseelands, wirkt wie eine Laubenkolonie. Es gibt kaum mehrstöckige Gebäude, außer in den Zentren.

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© Bildrechte: Ekrim 2012

Weiter im Süden verschwinden rechts die Südalpen und es wird hügeliger. Weniger Landwirtschaft, dafür stärkerer Bewuchs mit Buschwerk und – wenigstens hier – einigen endemisch-originären Bäumen. Der beliebteste einheimische Baum scheint der “Weihnachtsbaum” zu sein (siehe Beitragsbild), der wegen seiner großen runden roten Blüten von weitem aussieht wie mit Christbaumkugeln behängt. Den gibt’s in jedem dritten Vorgarten. Jetzt im Januar ist Frühsommer und der Baum blüht. Auch die Teebäume, bei uns bekannt durch das Teebaumöl, blühen weiß (kleines Bild). Eine Spezialität will ich mitbringen – Teebaumhonig, den gibt’s nur in Neuseeland.

© Rechte am Beitragsbild: Ekrim 2012

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