Ein Tag Wandern und am Strand

Wenn man den Namen Abel Tasman das erste Mal hört, glaubt man an einen Ort im arabischen Raum. Tatsächlich war Abel Tasman aber ein niederländischer Seefahrer, der auf der Suche nach dem unbekannten Südkontinent die Insel Tasmanien entdeckte (und sie ganz bescheiden nach sich selbst benannte). Australien verfehlte er zwar, dafür entdeckte er noch Neuseeland und benannte es auch nach der niederländischen Provinz, weswegen es sich noch heute “New Zealand” schreibt, mit “Z”, und nicht etwa “new sealand”.

Nach Abel Tasman ist auch der Nationalpark benannt, der im Nordwesten der Südinsel liegt. Entlang dieses Küstenabschnitts siedelten schon vor mindestens 500 Jahren die ersten Maori. 1642 ging Tasman als erster Europäer hier vor Anker. Ab etwa 1855 setzte in der Region die Besiedlung durch weiße Einwanderer ein.

Wir düsen mit dem Bus von Nelson zunächst nach Kaiteriteri und fahren mit einem Katamaran an der Küste 1,5 Stunden gen Nordwesten. Von hier aus geht es auf gut befestigten Wanderwegen ca. 5 Kilometer bis in eine verträumte Bucht mit goldgelbem Sand und türkisfarbenem Pazifikwasser. Eine lustige und sportliche Führerin des Nationalparks gibt während des Spaziergangs ein paar survival tips. Da gibt es den “neuseeländischen Spargel”, eine seltsame Pflanze mit langen Ranken, deren Spitzen man abbrechen kann und die tatsächlich eine gewisse geschmackliche Ähnlichkeit zu grünem Spargel aufweist. An gewissen Bäumen produzieren saugende Insekten Zuckertröpfchen, die an dünnen Fäden wie kleine Glasperlen hängen. Auch die sind essbar. “bushman’s friend” ist ein Strauch mit handtellergroßen Blättern, die auf der Unterseite angenehm weich sind wie dreilagiges Toilettenpapier.

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© Bildrechte (4 Fotos): Ekrim 2012

Eine Traumbucht lädt zum Baden ein. Keine Angst, hier gibt es weder gefährliches Meergetier noch an Land Giftschlangen, Spinnen oder Skorpione. Keine ansteckenden Krankheiten werden durch Moskitos übertragen. Das macht sicher auch einen Teil des Reizes Neuseelands aus.


© Bildrechte: Masuth, mit freundl. Genehmigung 2012

Das Wasser ist kühl, die Sonne warm, aber nicht unerträglich heiß. Das Bad ist erfrischend. Nach kurzer Wanderung geht es weiter in die nächste Bucht, wo der Katamaran wartet.

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