Hier stinkt’s gewaltig

Der Gestank ist schwer zu beschreiben. Vor der Zeit des Bundes­immissions­schutz­gesetzes roch es bei Frankfurt/Höchst oft so ähnlich (Farbwerke Hoechst), und vor allem nachts, oder wenn der Wind ungünstig stand, auch in einigen westlichen Frankfurter Vororten. Es “duftet” nicht nur nach faulen Eiern, sondern eher wie angebranntes und dann stundenlang gekochtes Tomatenmark. Oder wie schlecht gewordene Soljanka, die man ebenfalls seit langem auf dem Herd vergessen und ihr noch ein paar chinesische “100-jährige Eier” untergemischt hat. Gesund kann das nicht sein, denkt der Europäer, der schon wegen geringfügig überhöhter Schwefeldioxid- oder Stickoxidwerte über Fahrverbote diskutiert. Aber die Neuseeländer sind da “hart im Nehmen”. Als Tourist mit Asthmaneigung sollte man sich über gereizte Bronchien dagegen nicht wundern.

Die ganze Gegend um Rotorua stinkt so, mehr oder weniger stark. Ursache ist ein Methan/Schwefelwasserstoff-Gemisch, das an verschiedenen Stellen der Erde entweicht (durchaus auch in der Fußgängerzone von Rotorua, siehe Beitragsbild). Leben auf dem Vulkan, die Erdkruste ist hier nur dünn …

Am intensivsten ist es natürlich in unmittelbarer Umgebung von Schlammvulkanen und Geysiren. Man kann kleine blubbernde Schlammlöcher bewundern, die eine hellgraue Pampe ausstoßen und kleine Wölkchen, die intensiv nach oben beschriebener Mischung duften.


© Videorechte: Ekrim 2012

© Rechte am Beitragsbild: Ekrim 2012

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