Woher kommt das Coronavirus wirklich?

Wir alle wissen: das Coronavirus (Virus: SARS-CoV-2 oder 2019-nCoV, Krankheit: COVID-19) stammt aus Wuhan (Volksrepublik China). Vermutlich wurde es auf einem zentral gelegenen Fischmarkt von Fledermäusen auf eine weitere Tierart übertragen, veränderte sich dabei und ging dann „natürlich“ auf Menschen über – so die offizielle Lesart [1]. Aber ist dies die Wahrheit?

Keine Fledertiere auf dem Markt

Ganz in der Nähe des „Huanan Seafood Market“ – keine 300 Meter entfernt – befindet sich in einem neuen Hochhaus im Jianghan-Distrikt das „Wuhan Center for Disease Control & Prevention (WHCDC)“, 武汉市疾病预防控制中心, wo in einigen Laboren intensiv an lebenden Fledermäusen geforscht wird (rechts) [2]. Mitarbeiter dieser staatlichen Forschungseinrichtung kauften auf dem Fischmarkt ein. Dort wurden neben Fisch und Meeresfrüchten auch lebende Wildtiere angeboten – jedoch keine Fledermäuse oder Flughunde. Fledertiere gehören in Wuhan für gewöhnlich nicht auf den Speisezettel [3].

Pandemie durch Laborunfall?


Prof. Botao Xiao

In einem am 14. Februar auf „Research Gate“ veröffentlichten Dossier kritisierten die Forscher Botao Xiao und Lei Xiao (South China University of Technology) u.a. die mangelnden Schutzmaßnahmen am WHCDC. Sie vermuteten, dass durch ein Sicherheitsleck infizierte Mitarbeiter das Virus zum Fischmarkt gebracht haben, wo es sich schnell verbreitete [4]. Auch die bekannte Virologin Shi Zhengli (für das WHCDC tätig), die gern als „Chinas Batwoman“ bezeichnet wird, dachte nach dem Outbreak im ersten Moment: „Könnten die Viren aus unserem Laboratorium gekommen sein?“ [5]. Wenn dies so war, müsste man unter den 41 Erstinfizierten, die ab Januar 2020 im angrenzenden „Union Hospital“ (Jin Yin-tan, 武汉市金银潭医院) behandelt wurden, Mitarbeiter oder Hilfskräfte des WHCDC finden, bzw. deren Kontaktpersonen. Das wäre leicht zu prüfen, wenn man es denn wollte. Tatsache ist, dass nur 27 der Erstinfizierten nach einer einschlägigen Studie Kontakt zum Markt hatten, 14 von ihnen nicht [6].

Das von der „National Natural Science Foundation of China“ geförderte Dossier von Botao Xiao verschwand am Folgetag aus dem Netz, auch das Profil des Professors war verschwunden, sein Verbleib ist unklar. Das chinesische Forschungsministerium kündigte am 15. Februar höhere Sicherheitsstandards für die Arbeit mit Viren in Laboren an [7]. Eine typische Vorgehensweise der chinesischen Diktatur: Erst Kritiker mundtot machen, dann deren vorgeschlagene Maßnahmen als verantwortungsvolles Regierungshandeln vereinnahmen. Die prompte Reaktion erfolgte möglicherweise, weil man auch in Peking an einen Laborunfall dachte – oder davon wusste – schließlich wäre es nicht der erste [8].

S4-Labor des WIV

Am WHCDC sowie in weiteren Einrichtungen in der Nähe Wuhans [9] wurde und wird mit hunderten Viren experimentiert, die man aus Fledermäusen gewonnen hat. Neben dem WHCDC handelt es sich u.a. um eine etwa 30 Kilometer vom Tiermarkt entfernte Einrichtung des „Wuhan Institute of Virology“ (WIV), 中国科学院武汉病毒研究所, der „Chinese Academy of Sciences“ mit der biologischen Sicherheitsstufe 4 [10], die einzige dieser Sicherheitsstufe in China [11]. Für Laboratorien, in denen mit gentechnisch veränderten Organismen gearbeitet wird, gilt international eine Einstufung in vier biologische Sicherheitsstufen, die im Laborjargon als S1-Labor bis S4-Labor (international BSL-1 bis BSL-4) bezeichnet werden. Dieses S4-Labor des WIV wurde ab 2015 mit französischer Hilfe gebaut, im Januar 2017 in Betrieb genommen und entspricht bautechnisch internationalen Schutzstandards. Alle Einrichtungen kooperieren offensichtlich miteinander, tauschen Personal und vielleicht auch Ausrüstung aus, wobei das WHCDC den Sicherheitsstandard der Stufe 4 eben nicht erfüllt. Nicht der S4-Status ist ein Problem, sondern dass gefährliche Experimente an Einrichtungen gemacht werden, die diesen hohen Sicherheitsstandard nicht erfüllen. Das WHCDC hat nur S2-Status.

S4-Labor des Wuhan Institute of Virology über Google Maps
S4-Labor des Wuhan Institute of Virology

Das S4-Labor des Wuhan Institute of Virology aus der Luftperspektive (Google Maps, links) und offizielles Foto (rechts).

Intensive Jagd nach Viren

Forscher wie Shi Zhengli und Tian Junhua gehen seit Jahren landesweit auf Virenjagd. Am WHCDC wurden die mittlerweile 150 Tierarten entnommenen rund eine Million Proben zunächst archiviert und die gefundenen Viren schließlich im Sicherheitslabor des WIV aufbewahrt und manipuliert. Dort werden im Rahmen von „Gain of Function“ (GoF) – Projekten z.B. sogenannte Chimera-Viren künstlich erzeugt und Viren an Labortieren erprobt und weiterentwickelt [12]. Am „Wuhan Institute of Virology“ befasst man sich aktuell außer mit SARS-verwandten Viren auch mit dem HIV-Virus, eine Studie speziell mit der Art und Weise, wie HIV-Viren in menschliche Lymphozyten eindringen [13].

Forscher des WHCDC gehen seit Jahren systematisch auf die Suche nach Krankheitserregern. Im Dezember 2019 veröffentlichte ein TV-Sender aus Shanghai dazu das obige, pathetisch aufgeladene Video: Unter schwierigen Bedingungen und bekleidet mit Schutzanzügen suchen Virenjäger wie Tian Junhua & Team heldenhaft nach Spuren noch unbekannter Erreger. Das Video zeigt, wie die drei in den Fledermaus-Höhlen in den Provinzen Hubei, Yunnan oder Zhejiang Beute machen. Die Höhlen sind mindestens 900 Kilometer von Wuhan entfernt. Besonders die Hufeisennasen-Fledermäuse der Art Rhinolophus affinis hatten es den Forschern angetan; diese Art beherbergt hunderte unbekannter Virenstämme, darunter Verwandte von SARS und verschiedene andere Corona-Viren. Wobei man der armen Fledermaus zugute halten muss, dass auch sie sich möglicherweise nur angesteckt haben könnte – an einem noch unbekannten Insekt [14]. Unerwähnt bleibt im Video, dass diese Virensuche von der US-Regierung (National Institutes of Health) mit rund 4,6 Millionen Dollar unterstützt wurde [15].

Der Hufeisennasen-Erreger RaTG13 – angeblich Anfang des Jahres in Yunnan aus Fledermauskot isoliert – stimmt zu 96,2 % mit dem derzeit pandemischen Corona-Virus SARS-CoV-2 bzw. 2019-nCov überein [16]. Der Unterschied von 3,8% zum SARS-CoV-2 ist dennoch so erheblich, dass die Forscher offiziell davon ausgehen, hier müsste sich Erbgut zweier Viren „gemischt“ haben. Weitere „Verwandte“ sind nach einer Studie die Fledermausviren SL-CoV-ZC45 (87.99%) und SL-CoV-ZXC21 (87,23%). Bemerkenswert ist, dass die 2019-nCoV-Stämme genetisch weniger ähnlich zu SARS-CoV (etwa 79%) und MERS-CoV (etwa 50%) sind [17].

Labortiere als Mahlzeit und Medizin?


Die 5-10 cm kleine chinesische Hufeisennasen-Fledermaus: Virenträger par excellence.

Botao Xiao bestätigte in seinem Dossier, dass allein am WHCDC etwa 600 Fledertiere gehalten werden oder wurden, darunter auch die „Huf­eisen­nasen“. Den Tieren wurden chirurgisch Proben entnommen. „Die Gewebe­proben und konta­minierten Abfälle waren eine Quelle von Patho­genen“, so Botao Xiao am 14. Februar 2020 [18]. Die Gefähr­lich­keit der Tiere war den Forschern selbst bewusst: Mehrfach begab sich Tian Junhua freiwillig in Quarantäne, nachdem er mit deren Blut, Urin oder Kot Hautkontakt hatte [19].

Galt diese Umsicht aber für alle Mitarbeiter am WHCDC und am WIV? Zwischen Januar und März 2018 besuchten mehrere wissenschaftliche US-Delegationen das neue WIV-Labor in Wuhan, beim letzten Besuch nahmen auch der Wuhaner Generalkonsul Jamison Fouss sowie der wissenschaftliche Berater Rick Switzer teil. Was sie dort sahen, beunruhigte sie so sehr, dass sie in Washington Alarm schlugen: Sicherheitslücken, Management-Schwächen und dazu eine hochriskante Forschungsarbeit an Fledermaus-Coronaviren. Es fehle an entsprechend ausgebildeten Technikern und Forschern, um dem Sicherheitsstandard eines S4-Labors tatsächlich zu entsprechen. Die Gefahr einer SARS-ähnlichen Pandemie drohe, wenn die USA der chinesischen Einrichtung nicht helfe – eine solche Hilfestellung wurde jedoch nicht gegeben [20].

Was geschah/geschieht am WHCDC mit den tausenden Gewebeproben aus Dutzenden von Tierarten nach Extraktion der Viren? Wenn sie einfach alle gemeinsam in einem großen „Müllcontainer“ landen, wäre dies die ideale Brutstätte für neue Erreger und könnte so auch die Wandlung von RaTG13 (oder einem anderen Ausgangsvirus) zu SARS-CoV-2 indiziert haben. Denkbar ist auch – wer das Land kennt, kann es bestätigen – dass lebende Labortiere (oder gar die „Gammelfleisch“-Proben aus dem Abfallcontainer) ihren Weg auf den benachbarten Tiermarkt fanden, um dort z.B. als Tierfutter zu dienen. Erst 2019 war der leitende Wissenschaftler Li Ning in Peking zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er mit Kollegen lebende kontaminierte Labortiere illegal an Tiermärkte weiterverkauft hatte – Mahlzeit [21]. Auch so etwas könnte in Wuhan passiert sein, denn man führte am WIV auch Viren-Experimente an 3 Tage alten Ferkeln durch, die sich auf einem Tiermarkt anschließend leicht als Spanferkel hätten „vergolden“ lassen [22].

Das Schuppentier als Sprungbrett?


Das bis zu 40 cm lange Schuppentier (Pangolin) ist in Verruf geraten – wahrscheinlich zu Unrecht.

Als Zwischen- oder Zweitwirt für SARS-CoV-2 wurde das Schuppentier (Pangolin) angenommen, da aus seinem Gewebe Forscher ein Virus (Manis-CoV, SRR10168377 und SRR10168378) isolieren konnten, das ebenfalls eine hohe genetische Übereinstimmung von 90% mit dem pandemischen Corona-Virus besitzt. Die Ähnlichkeit betrifft vor allem die sogenannten „Spikes“, dank derer SARS-CoV-2 an menschliche Zellen andockt. Es nutzt dazu das menschliche Eiweiß ACE2 [23].

Wissenschaftler vermuteten, dass das Coronavirus SARS-CoV-2 Ergebnis einer Rekombination von RaTG13 (oder einem anderen noch unbekannten Erreger) aus Fledermäusen und Viren aus Schuppentieren sein könnte. Dann wäre SARS-CoV-2 ein Nachfolger, eine natürliche Chimäre aus diesen beiden früheren Viren [24]. Voraussetzung für eine natürliche Entstehung eines solchen „Misch-“ bzw. Chimera-Virus‘ wäre die zufällige Doppelinfektion (Koinfektion) eines (einzelnen) Wirtes durch die beiden Ausgangsviren. D.h., entweder hat sich ein Pangolin bei einer Fledermaus angesteckt (oder umgekehrt) oder – was dann weniger wahrscheinlich wäre – ein bereits mit dem Virus aus dem Schuppentier infizierter Mensch ist zusätzlich und zeitnah mit dem Fledermaus-Virus in Kontakt gekommen. Im östlichen Teil des Wuhaner Tiermarktes wurden jedenfalls wilde Tiere angeboten: Dazu gehörten lebende Wölfe, Igel, Rehe, Vögel, Schlangen, Ziegen, Hasen, Enten, Wildkaninchen, Waschbären, Wildschweine uvm. [25]. Ob darunter verbotenerweise auch das teure und unter asiatischen Feinschmeckern besonders gesuchte Pangolin-Fleisch war?


Preisliste des Huanan-Tiermarktes: Keine Fledermäuse, keine Schuppentiere, keine Marderhunde. Dafür aber Wasch- und Koalabären …

Der Berliner Charité-Virologe Christian Drosten brachte wiederholt Marderhunde als Zwischengattung ins Gespräch – bislang ist der einzige Hinweis darauf allerdings nur die Intuition des Virologen, Studien gibt es dazu keine. Gegen ihn spricht, dass er nicht glaubt, dass „Hufeisennasen“ in einem Labor gehalten würden – obwohl dies in Wuhan nachweislich so war bzw. ist [18][25.1].

Selbst chinesische Medizinreporter bescheinigten dem Fischmarkt schlechte hygienische Verhältnisse und eine „unorganisierte Entsorgung von Wildtierkörpern und Organen“ [26]. Dr. Guan Yi, Direktor des staatlichen Zentrallabors für neu auftretende Infektionskrankheiten an der Universität Hongkong, besuchte Wuhan schon am 21. Januar 2020. Er musste enttäuscht feststellen: „Der Meeresfrüchtemarkt in Wuhan wurde nach der Schließung gesäubert. Der ‚Tatort‘ ist verschwunden. Wie kann man einen Fall ohne Beweise lösen?“ [27]. Was wurde aus den kranken Tieren und Kadavern vom Markt? Warum wurden hier offenbar keine Proben entnommen, um dem Ursprung des Virus‘ auf die Schliche zu kommen? Die radikale Säuberungsmethode entspricht der Art und Weise, wie im diktatorischen China des öfteren mit Unbequemem verfahren wird. Womöglich hätte sich sonst herausgestellt, dass auf dem Markt kontaminierte Fleischproben oder virenverseuchte Tiere aus dem WHCDC oder WIV angeboten wurden. Und dass nicht der Markt die Quelle von SARS-CoV-2 war.

Militärische und zivile Forschung in China untrennbar


Shoham ist ehemaliger Analyst des israelischen Geheimdienstes mit dem Spezialgebiet „chemische und biologische Waffen“.

Geheimdienstler wie Dr. Dany Shoham hielten es schon früh für möglich, dass SARS-CoV-2 ein (möglicherweise „entglittenes“) Konstrukt aus dem S4-Labor des WIV sein könnte [28] und somit ein – im Rahmen von Biowaffen-Entwicklung – bewusst erschaffenes Virus. Shoham: „SARS gehört in großem Umfang zum chinesischen Biowaffenprogramm und verschiedene relevante Einrichtungen befassen sich damit“. Und: „Im Prinzip kann das Entweichen von Viren stattfinden entweder als ein Leck oder in Form von unmerklicher Kontamination einer dort tätigen Person, die die betreffende Einrichtung anschließend normal verlässt“. Die US-Senatoren Tom Cotton (Arkansas) und Ted Cruz (Texas) gaben der Unfall-Vermutung Rückenwind [29]. Der Steckbrief des Virus‘ unterstützt diesen Verdacht. In den chinesischen Forschungseinrichtungen arbeiten vor allem jüngere Menschen unter 40 Jahren, bei denen der Verlauf häufiger symptomfrei oder nur leicht symptomatisch ist. Zudem treten entscheidende Symptome meist erst in der zweiten Infektionswoche auf. In den ersten Tagen der Infektionen ist man bereits ansteckend, ohne etwas zu bemerken. Ein Mitarbeiter könnte COVID-19 für einen leichten grippalen Infekt gehalten und nicht mit den Forschungen im Labor in Verbindung gebracht haben.

Eine solche Leckage wäre für die chinesische Regierung außerordentlich peinlich – nicht nur hinsichtlich der verursachten Pandemie, sondern auch, weil China 1993 die Biowaffenkonvention unterzeichnet (wenn auch nicht ratifiziert) hat. Danach ist die Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer (biologischer) Waffen und Toxinwaffen im Land verboten [30]. Somit wäre es zur Vertuschung grundsätzlich angeraten, über solche Bestrebungen einen „zivilen Schleier“ zu legen. Wobei man nicht vergessen darf, dass die USA in der Vergangenheit eine nachhaltige internationale Kontrolle der Biowaffenkonvention boykottiert haben [31].

Es fällt jedenfalls auf, dass sich die Sammelleidenschaft der chinesischen Virenforscher nicht auf Erreger beschränkt, die man im Land finden kann. Auch tödliche Viren wie Ebola, Nipah und das Krim-Kongo-Hämorrhagische-Fieber werden am WIV untersucht, obwohl viele dieser gefährlichen Virenstämme in China nicht vorkommen [32] und der Forschungsgrund somit nicht allein die nationale Gesundheitsvorsorge sein kann. Man forscht dort außerdem an SARS, HIV (Aids), H5N1 (Vogelgrippe), Japanischer Encephalitis, Dengue-Fieber und Anthrax.

Nach einem Bericht der „Washington Times“ vom 26. Januar 2020 arbeitet das WIV eng mit dem Militär zusammen [33] – was kein Wunder ist, da es die im Westen übliche Trennung zwischen ziviler und militärischer Forschung in China nicht gibt [34]. Shoham berichtete in seinem Beitrag, dass die Volksrepublik nicht nur atomar und chemisch aufholen will, sondern in den vergangenen 10 Jahren auch verstärkt bei biologischen Kampfstoffen [34.1].

Die Sammelleidenschaft beschränkt sich nicht aufs Inland. Es gilt auch in diesem Bereich wie allgemein die Devise von Xi Jinping: „Im Ausland Blumen pflücken, in China den Honig saugen“ [35] – die etwas poetischer formulierte chinesische Variante von „America first“. Zivile westliche Forschungseinrichtungen verhalten sich im Rahmen von Austauschprogrammen mit chinesischen Kollegen oftmals naiv, wie das Beispiel von Dr. Xiangguo Qiu zeigte, die im Juli 2019 mal eben – ohne jegliche Sicherheitsbedenken – Ebola- und Nipah-Viren vom Canadian National Microbiology Laboratory (NML) in Winnipeg (Kanada) mit der Post ans Wuhan Institute of Virology (WIV) senden konnte [36]. Man könnte sarkastisch formulieren: „For China with Love“.

Der Natur zuvorkommen

Es gibt grundsätzlich drei Motive, um gezielt Chimera-Viren herzustellen, wie es (nicht nur nach Botao Xiao) am WIV geschehen ist [37]: die Entwicklung von Antikörpern, die Herstellung von Impfstoffen oder last not least die Erzeugung biologischer Kampfstoffe [38].

Heute ist es international üblich, das Erbgut von Viren und Bakterien zu manipulieren. Da werden Eiweisse von hier nach da verpflanzt, Teile des einen in ein anderes Virus gesetzt, Erreger aus einem Tier wiederholt in ein anderes übertragen, um Mutationen zu provozieren [39]. Ziel dieser experimentellen Forschung unter dem Begriff „Gain of Function“ (GoF) ist herauszufinden, wie sich die Eigenschaften eines Erregers verändern, wenn man ihn verändert. Man erwartet – zumindest im zivilen Bereich – durch solche Manipulationen Wissen darüber zu gewinnen, in welche Richtung und mit welchen Folgen sich Viren und Bakterien in der Welt „natürlich“ verändern könnten. Dabei wird die Ansteckungsgefahr von Erregern künstlich erhöht und sogenannte Zoonosen werden künstlich initiiert (eine Übertragbarkeit von einer Tierart auf eine andere wird bewusst geschaffen) – sozusagen „gain of threats“ betrieben. Ziel wäre es dann z.B., vorausschauend, beim Auftauchen eines neuen Grippeerregers rechtzeitig einen Impfstoff entwickelt zu haben. Diese Art der Experimente birgt natürlich Risiken, denn typischerweise weiss ja keiner vorher genau, was dabei herauskommen wird.


Ein Mikroskop-Blick auf Corona-Viren. Die rundlichen gelben Ausstülpungen sind die „Spikes“. Sie bilden die „Corona“, welche dem Virus den Namen gab.

Solche GoF-Experimente wurden und werden auch am WIV gemacht. Schon 2008 konnte das internationale Team um Zhengli Shi SARS-ähnliche Coronaviren aus Fledermäusen extrahieren, die mit geringen „Änderungen“ auch Menschen gefährlich werden können. Dazu wurde an diesen Viren SL-CoV-WIV1 und WIV16 so lange herumgeschraubt, bis ein Chimeravirus vorlag, das an dem menschlichen ACE2-Eiweiss andocken konnte: geringfügige Änderungen an den Aminosäuren 310 bis 518 reichten dazu aus, so die Erkenntnis. 2013 wurde eine Studie veröffentlicht, wonach Änderungen an 5 Aminosäurestellen auf CoV-Spike-Proteinen für seine Übertragbarkeit auf den Menschen verantwortlich sind – auch dies Ergebnisse von internationalen GoF-Experimenten. Ferner wurden 2015 MERS CoV-Virusteile mit dem Fledermausvirus SHC014 kombiniert, das neue Virus nannte man SHC014-MA15. Das Ergebnis auch hier: SHC014-MA15 besaß die Übertragbarkeit auf Menschen, die das ursprüngliche Fledermausvirus nicht hatte.

Experimentiert wurde auch mit dem Coronavirus SADS-CoV, der gleichfalls von Hufeisennasen-Fledermäusen stammt und 2016 eine Schweineseuche in Guangdong ausgelöst hatte. Hierbei wurden 3 Tage alten Ferkeln immer wieder Viren entnommen und neu injiziert, um – wie bei GoF-Experimenten üblich – Mutationen des Virus‘ zu provozieren [40]. Einer Stellenausschreibung des WIV zufolge suchte man dort schließlich im November 2019 ein bis zwei Postdoktoranden, um an „Fledermäusen molekurare Mechanismen zu erforschen, die es Ebola und SARS-ähnlichen Coronaviren erlaubt, für eine lange Zeit im Organismus zu ’schlafen‘, ohne Krankheiten auszulösen“ [41].

„[…] Chimäre Virusstudien [können] zur Generierung von pathogeneren, tödlicheren CoV-Stämmen […] führen“ [32]: Diese Erkenntnis veranlasste US-Präsident Barak Obama, die GoF-Experimente mit SARS, Grippe und MERS im Oktober 2014 einstellen zu lassen [43]. Es darf angenommen werden, dass dieses Moratorium am WIV keine Beachtung fand. „The Donald“ ließ den GoF-Forschungsstopp übrigens 2017 auch in den USA wieder aufheben [44]. Zusammenfassend: Am WIV hat man jahrelange Erfahrung damit, Fledermausviren für Menschen gefährlich zu machen, die es von Natur aus nicht waren.

Künstliche Kombi aus Fledermausvirus und HIV/Ebola?

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an wissenschaftlichen Studien zur Herkunft von SARS-CoV-2, die der Laie kaum noch überschauen kann. So legten die Studien von Roujian Lu et.al. das Schuppentier als Zwischenwirt nahe [45]. Eine noch unveröffentlichte Studie von Xingguang Li kommt dagegen zu dem Ergebnis, das Schuppentier könne gar nicht der Zwischenwirt gewesen sein [46]. Solange der Zwischenwirt nicht gefunden und bewiesen ist, hat die These vom künstlichen Ursprungs der Pandemie die gleiche Berechtigung wie die Zoonose-These. Rein virologisch wird der Beweis schwer zu erbringen sein. Immerhin führen Eiweisse keine Abstammungsurkunde mit sich und ein Molekül gleicht dem anderen. Und selbst wenn ein Zwischenwirt gefunden wäre, könnte die Mutation auch im Zusammenhang von GoF-Experimenten an Labortieren am WIV „forciert“ worden sein.

Eine Studie des indischen Forschers Bishwajit Kundu wollte nachweisen, dass im Erbgut des SARS-CoV-2 Erregers Proteine des HIV-Virus enthalten wären. Der indische Autor erkannte sie theoretisch auf dem Virus-Bauplan [47]. Das Thema erhielt schnell den Stempel einer „Verschwörungstheorie“ [48], obwohl eine spätere Untersuchung von Ruan Jishou & Team (Nankai University in Tianjin), die von Li Hua & Team (University of Science and Technology in Wuhan) nochmals bestätigt wurde, ebenfalls nahelegte, dass Teile des HIV- oder Ebola-Virus mit dem Fledermausvirus kombiniert worden sein könnten [49] und so u.a. die hohe Ansteckungsrate provoziert wurde – ein typisches Ziel in GoF-Projekten. Neben dem Eiweiß ACE2 zielt das neue SARS-CoV-2 nämlich überraschenderweise auch auf das menschliche Enzym Furin ab, welches im menschlichen Körper deutlich häufiger vorkommt. Das Totschlag-Argument „Verschwörungstheorie“ hat vermutlich verhindert, dass über die beiden letztgenannten Studien ausführlicher berichtet würde – zumindest gab es deutliche Zurückhaltung bei deren Interpretation.

China will nicht Schuld sein

Die Volksrepublik begann ab Mitte Februar mit einer anderen Darstellung, die sich wie eine Retourkutsche liest. Einige Tage nach den Enthüllungen von Botao Xiao behauptete Zhao Lijian, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, das Virus könnte aus den USA stammen [51]. Amerikanisches Militär habe es möglicherweise Mitte Oktober 2019 vom Biowaffenlabor in Fort Detrick (Maryland) nach Wuhan gebracht und dort (auf dem Tiermarkt) verbreitet. Fort Detrick war tatsächlich bis 1969 Biowaffenlabor der US-Armee und wurde danach als „biodefense center“ weiterbetrieben [52]. Anfang August 2019 wurde es teilweise geschlossen, weil es Probleme mit der Desinfektion von kontaminiertem Abwasser gegeben habe [53].



Robert Redfield (CDC) sagt vor dem Repräsentantenhaus aus.

Eine vom White House mittlerweile geschlossene Petition behauptete am 10. März, eine im August 2019 plötzlich aufgetretene „Grippe“ habe in den USA zu 10.000 Toten geführt [54]. Robert Redfield, Leiter des amerikanischen Center for Disease Prevention and Control (CDC), konnte vor dem Repräsentantenhaus nicht ausschließen, dass die Grippetoten in Wahrheit vielleicht Opfer von SARS-Cov-2 oder eines anderen Coronavirus‘ gewesen seien [55], da man nur auf Influenza getestet habe.

Auf etwas anderes hätte man rein logisch auch nicht testen können und müssen, wenn COVID-19 erst im Dezember 2019 als neue Krankheit identifiziert wurde. Das US-Verteidigungsministerium bezeichnet die Behauptungen von Zhao Lijian auf der Webseite „Coronavirus: Rumour Control“ als Mythos, mit dem China von den eigenen Fehlern im Dezember 2019 und Januar 2020 ablenken wolle.

Es ist verständlich, dass die Volksrepublik China nicht als Verursacher einer Pandemie in die Geschichte eingehen wollte, die schon zu Hunderttausenden von Toten geführt hat und daher ein Gegen-Narrativ entwickelte. Wenn Vertuschung und Zensur nicht helfen, kann Desinformation auch in einem Zuviel an unnützen „Fakten“ bestehen, die ablenken sollen [56]. Die Lüge erscheint schließlich neben der Wahrheit in der öffentlichen Meinung als gleichrangig [56.1] ( COVID-19 in China: Manipulation, Zensur & Propaganda).

Keine schönen Aussichten

Die aktuelle Pandemie wird leider nicht die letzte gewesen sein [57], denn die Büchse der Pandora wurde endgültig geöffnet. Auch bei Deutschlands Fledermäusen wurden inzwischen SARS-ähnliche Viren nachgewiesen [58]. Hätte man die chinesischen Fledertiere in ihren Höhlen doch einfach in Ruhe gelassen – H.G. Lovecraft und seine „Berge des Wahnsinns“ lassen grüßen.

Es ist wichtig, den wahren Ursprung der aktuellen Pandemie zu ergründen. Nur dann können wir vielleicht die nächste verhindern. Glück im Unglück ist derzeit, dass CoVID-19 nicht z.B. die hohe Sterbeziffer von SARS (9,6 %), von MERS-CoV (34,4 %) oder gar die von Ebola (40,4 %) aufweist [59].


[1] Die Behauptung stammt ursprünglich von Gao Fu, Direktor des WHCDC, der am 22. Januar 2020 auf einer Pressekonferenz mutmaßte, das neue Coronavirus sei wohl auf dem Markt von einem Tier auf den Menschen übergesprungen. Das MSS (chinesisches Ministerium für Staatssicherheit) bemüht sich auffällig, immer wieder hygienisch bedenkliche Fleischmärkte in den COVID-19-Fokus zu schieben, wie auch beim jüngsten Outbreak in Peking: Lebensmittelmärkte desinfiziert – Peking beunruhigt über neue Corona-Fälle. Um damit von der eigentlichen Herkunft des Virus abzulenken?
[2] Stern.de: Forscher: Coronavirus könnte aus Fledermaus-Labor auf Fischmarkt in Wuhan gelangt sein. Stammt das neuartige Coronavirus womöglich doch aus einem Labor?
[3] ebda., T-Online.de: Forscher verdächtigt Labor neben Wuhans Fischmarkt , The possible origins of 2019-nCoV-Coronavirus. Dieses Dossier ist das zentrale Indiz, im folgenden „Xiao“ genannt. Botao Xiao darin: „According to municipal reports and the testimonies of 31 residents and 28 visitors, the bat was never a food source in the city, and no bat was traded in the market.“ Süffisant ergänzt der Forscher: „Die Wahrscheinlichkeit war sehr gering, dass Fledermäuse [aus der 900 Kilometer entfernten Provinz] zum Markt geflogen kämen“ („The probability was very low for the bats to fly to the market“). Botao Xiao forschte früher auch an der Harvard-Universität, nach einigen Hinweisen ebenfalls bereits an Fledermausviren. – Ab Mitte September bis März/April halten Fledertiere „Torpor„, eine Art Winterschlaf.
[4] Ebda., Xiao.
[5] Zitiert und übersetzt nach: Scientific American, How China’s “Bat Woman” Hunted Down Viruses from SARS to the New Coronavirus. Später wandte sich Shi Zhengli als stellvertretende Leiterin des S4-Labors des Institute of Virology in Wuhan entschieden gegen die These, SARS-CoV-2 könnte aus einem Labor in Wuhan entwichen bzw. sogar in einem solchen generiert worden sein. Caixinglobal.com: Wuhan Virology Lab Deputy Director Again Slams Coronavirus Conspiracies: „I, Shi Zhengli, swear on my life that it has nothing to do with our laboratory.“
[6] The Lancet: Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China, scienscemag.org: Wuhan seafood market may not be source of novel virus spreading globally
[7] Guancha.cn: 科技部:加强对实验室特别是对病毒的管理 (Ministerium für Wissenschaft und Technologie: Stärkung des Managements von Laboratorien, insbesondere von Viren). Es sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Biosicherheit zu verstärken. In den Kommentaren wird aus dieser Meldung messerscharf rückgeschlossen, dass die Sicherheit bisher offensichtlich nicht ausreichend war, z.B. wird auf die Filter in der Lüftungsanlage hingewiesen.
[8] thebulletin.org: Experts know the new coronavirus is not a bioweapon. They disagree on whether it could have leaked from a research lab: Vorletzter Absatz: „A USA Today investigation in 2016, for instance, revealed an incident involving cascading equipment failures in a decontamination chamber as US Centers for Disease Control and Prevention researchers tried to leave a biosafety level 4 lab that likely stored samples of the viruses causing Ebola and smallpox. In 2014, the agency revealed that staff had accidently sent live anthrax between laboratories, exposing 84 workers. In an investigation, officials found other mishaps that had occurred in the preceding decade.“ sciencemag.org: Wuhan seafood market may not be source of novel virus spreading globally, der Autor zitiert Daniel Lucey, einen Infekt-Spezialisten an der Georgetown University: „China must have realized the epidemic did not originate in that Wuhan Huanan seafood market“. scilogs.spektrum.de: Kommt das Coronavirus aus dem Labor? – der Beitrag erwähnt einen Laborunfall mit SARS 2004 in Peking.
[9] Stern.de: Theorie zum Ausbruch, Forscher: Coronavirus könnte aus Fledermaus-Labor auf Fischmarkt in Wuhan gelangt sein, T-Online.de: Ursprung des Coronavirus: Forscher verdächtigt Labor neben Wuhans Fischmarkt: „Neben dem Zentrum für Seuchenbekämpfung und -prävention gibt es zwölf Kilometer entfernt ein weiteres Labor, das Viren von Fledermäusen untersucht. 30 Kilometer entfernt liegt ein Labor der höchsten Sicherheitsstufe vier.“
[10] Wikipedia: Wuhan Institute of Virology
[11] besacenter.org: China and Viruses: The Case of Dr. Xiangguo Qiu Das Begin-Sadat-Center for Strategic Studies nannte im Januar 2020 vier Einrichtungen, die sich mit gefährlichen Erregern befassen: Institute of Military Veterinary (Academy of Military Medical Sciences, Changchun), Center for Disease Control and Prevention (Chengdu Military Region), Wuhan Institute of Virology (Chinese Academy of Sciences, Hubei), Institute of Microbiology (Chinese Academy of Sciences, Beijing). Es ist davon auszugehen, dass diese Einrichtungen eng zusammenarbeiten, auch wenn sie keinen Stufe-4-Sicherheitsstandard haben.
[12] Die Virus-Sammelleidenschaft kennt keine Grenzen. Innerhalb von 5 Jahren spürten chinesische Virus-Jäger 1445 unbekannte Krankheitserreger auf: 中国五年发现1445种新病毒 近六成样本武汉专家采集. Xiao: „The principle investigator participated in a project which generated a chimeric virus using the SARS-CoV reverse genetics system, and reported the potential for human emergence“. Hier die Studie dazu: A SARS-like cluster of circulating bat coronaviruses shows potential for human emergence. Xiao: „In one of their studies, 155 bats including Rhinolophus affinis were captured in Hubei province, and other 450 bats were captured in Zhejiang Province“. Zum Begriff des Chimera-Virus: Wikipedia: Chimera (Virus), „Combining two pathogenic viruses increases the lethality of the new virus which is why there have been cases where chimeric viruses have been considered for use as a bioweapon. For example, the Soviet Union’s Chimera Project attempted to combine DNA from Venezuelan equine encephalitis, smallpox and Ebola virus in the late 1980s. A combination smallpox and monkeypox virus has also been studied“. Förderverein für HSP-Forschung: Auswirkung der pathogenen Mutation in Spastin: „Eine „Gain-of-function-Mutation“ verändert das Genprodukt so, dass es eine neue, abnormale Funktion erhält. Meist sind diese Mutationen dominant. Im Gegensatz zur sogenannten „loss-of-function“-Mutation kommt es hier zu einer Verstärkung der Funktion. Das Gen gewinnt an Aktivität. Dieser Effekt kann unterschiedliche Ursachen haben. So kann ein Gen durch häufigeres Ablesen (Transkription) z.B. durch aktivere Promotoren oder durch Verstärker-Elemente (Enhancer) aber auch durch eine stabilere RNA oder ein stabileres, funktionsfähiges Protein hervorgerufen werden.“
[13] Wuhan Institute of Virology: Scientists clarify HIV entry into resting CD4 T cells.
[14] Tagesspiegel: Coronavirus-Fledermäuse sind Reservoire für teils gefährliche Erreger, scmp: Coronavirus: bat scientist’s cave exploits offer hope to beat virus ‘sneakier than Sars’.
[15] dailymail.co.uk: Wuhan lab was performing corona experiments on bats from the caves where the disease ist believed to have originated – with a £3m grant from the US.
[16] Xiao: „Two descriptions of the virus published on Nature this week indicated that the genome sequences from patients were 96% or 89% identical to the Bat CoV ZC45 coronavirus originally found in Rhinolophus affinis“. Die Forschergruppe um Shi Zhengli stellte im Januar 2020 plötzlich das Virus RaTG13 vor, das zuvor noch in keiner Studie erwähnt worden war. Einige Quellen vermuten daher, dieses Virus stammt nicht original aus Fledermäusen, sondern ist bereits das Ergebnis einer „künstlichen Entwicklung“ im Rahmen eines „Gain of Function“-Projekts [22]. n-tv.de: Hat China Angst vor der Wahrheit? – in diesem Beitrag wird die Behauptung aufgestellt, RaTG13 sei im Labor gezüchtet worden: „[…] dass das neue, aggressive Coronavirus der direkte Abkömmling eines Wildstammes war, den sie aus dem Kot einer Fledermaus in der Provinz Yunnan selbst gezüchtet und der 96 Prozent der Gene gemeinsam hatte“.
[17] Genomic characterisation and epidemiology of 2019 novel coronavirus: implications for virus origins and receptor binding
[18] Xiao, a.a.O.
[19] Xiao, a.a.O., All Trails Lead Back To The Wuhan Bio-Lab
[20] washingtonpost.com: State Department cables warned of safety issues at Wuhan lab studying bat coronaviruses, Wuhan Institute of Virology: The U.S. Counselor visited Wuhan Institute of Virology, nytimes.com: He Could Have Seen What Was Coming: Behind Trump’s Failure on the Virus.
[21] chinascope.org: Virus Origin: Chinese Researcher Sentenced for Selling Experimental Animals: „Three witnesses testified that Li had sold the experimental animals and milk.“ Li Ning war kein Unbedeutender, er war Mitglied der „China’s Academy of Engineering“, Professor an der „China’s Agricultural University“ und Direktor des „State Key Laboratory of Agricultural Biotechnology“ an der „China Agricultural University“. 吉林省松原市中级人民法院, 刑 事 判 决 书.
businesstoday: Shocking! US gave $3.7 million to China’s Wuhan lab that conducted coronavirus tests on bats – „Anthony Bellotti, President of the US pressure group White Coat Waste, said, „‚Animals infected with viruses or otherwise sickened and abused in Chinese labs reportedly may be sold to wet markets for consumption once experiments are done.“
[22] dailymail.co.uk: Wuhan lab was performing corona experiments on bats from the caves where the disease ist believed to have originated – with a £3m grant from the US. Der Artikel erwähnt eine Corona-Epidemie bei Schweinen in Guangdong 2016, der 24,693 Tiere zum Opfer fielen. Der Virus wurde SADS-CoV getauft und weist große Ähnlichkeit (96-98%) zu Hufeisennasen-Viren auf. Studie dazu: Fatal swine acute diarrhoea syndrome caused by an HKU2-related coronavirus of bat origin. Mit diesem Virus wurde in Wuhan experimentiert.
[23] Wikipedia: SARS-CoV-2. Mittlerweile mutierte der Erreger und existiert bereits in zwei Subtypen: New coronavirus: largest meta-analysis yet answers important questions. „The latter differ only by a single amino acid, which is able to change the sequence and the structure of ORF8-encoded Protein“.
[24] ebda.
[25] epochtimes.de: Der geheimnisvolle Ursprung des Coronavirus – China verweigert die Herausgabe von Daten, Originalartikel: The mysterious origin of the wuhan Coronavirus and the call for chinese authorities to release animal sample testing data, ferner Coronavirus: Ursprung Wildtiere.
[25.1] n-tv.de: Marderhunde als Zwischenwirt? Drosten bringt neue Virusquelle ins Spiel, Laborunfall „unwahrscheinlich“ –
Drosten sieht Corona-Ursprung in Pelzfarmen

[26] ebda.
[27] Zitiert nach ebda.
[28] besacenter.org: China’s biological Warfare. Der Autor ist Lt. Col. (res.) Dr. Dany Shoham (Ph.D. Tel Aviv University), ein ehemaliger Analyst des israelischen Geheimdienstes. Er ist spezialisiert auf chemische und biologische Waffen im Nahen Osten und weltweit. Email: shoham_d@013net.net. Lebenslauf. Er soll allerdings auch mit Falschaussagen über Chemiewaffen im Irak für den Irakkrieg mitverantwortlich gewesen sein.
[29] heise.de: Coronavirus: „Made in China“ oder „Made in the USA“?, washingtontimes.com: Ted Cruz raises Prospect of Coronavirus Escaping, thebulletin.org: Why do politicians keep breathing life into the false conspiracy theory that the coronavirus is a bioweapon? Das Wall Street Journal berichtete am 23. Mai 2021, dass Geheimdienstberichten zufolge im November 2019 drei chinesische Wissenschaftler des WIV wegen ernster Infektionssymptome im Krankenhaus behandelt werden mussten: Intelligence on Sick Staff at Wuhan Lab Fuels Debate on Covid-19 Origin.
[30] Wikipedia: Biowaffenkonvention.
[31] rd-news.de: Fragen zum Ursprung des Corona-Virus
[32] https://idsa.in/cbwmagazine/chinas-biological-warfare-programme,
[33] The Washington Times: Coronavirus may have originated in lab linked to China’s biowarfare program. Die Times beruft sich hier auf Dr. Dany Shoham [28]. News.com: Mystery lab next to coronavirus epicentre. Hier wird der MIT-Professor Vipin Narang zitiert: „Certain laboratories in the institute have probably been engaged, in terms of research and development, in Chinese (biological weapons), at least collaterally, […]“.
[34] Forschung & Lehre: Im Austausch mit China nicht naiv sein, ferner Die Angst der Forscher vor China. Nach einer Zeit der Öffnung übt die Kommunistische Partei Chinas immer mehr Einfluss auf die Forschung aus. Ein Beispiel hierfür ist, dass ab dem 13. Februar 2020 das Militär in Gestalt von Generalmajorin Chen Wei die Leitung des WIV übernommen hat.
[34.1] Dazu passt die Warnung von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg: Stärker für Bedrohungen wappnen – Nato-Generalsekretär warnt vor China. China investiert danach stark in Nuklearwaffen und Langstreckenraketen, die Europa erreichen können. Und verändere so die bisherige „Machtbalance“ fundamental.
[35] „List“ hat nach chinesischem Verständnis nichts mit Arglist oder Täuschung zu tun, sondern steht eher positiv für Wachheit und intellektuelle Beweglichkeit: Harro von Senger: Über List und Täuschung.
[36] besacenter.org: China and Viruses: The Case of Dr. Xiangguo Qiu.
[37] Xiao, a.a.O.
[38] Wikipedia: Chimera (Virus), ferner Experts know the new coronavirus is not a bioweapon. They disagree on whether it could have leaked from a research lab
[39] scilogs.spektrum.de: Kommt das Coronavirus aus dem Labor? Der Beitrag stellt ganz gut dar, mit welchen Methoden (z.B. CRISPR/Cas9) heute GoF-Experimente durchgeführt werden.
[40] epochtimes.de: Der geheimnisvolle Ursprung des Coronavirus – China verweigert die Herausgabe von Daten, nature.com: Fatal swine acute diarrhoea syndrome caused by an HKU2-related coronavirus of bat origin.
[41] Übersetzt nach: zerohedge.com: Post-doctoral Recruitment Notice of Zhou Peng’s Diszipline Group, Wuhan Institute of Virology
[42] nature.com: Engineered Bat-Virus stirs Debate over Risky Research
[43] sciencemag.org: Moratorium on risky virology studies leaves work at 14 institutions in limbo
[44] spektrum.de: Gain-of-Function-Experimente – USA gibt kontroverse Virenforschung frei
[45] CDC: Genomic characterisation and epidemiology of 2019 novel coronavirus: implications for virus origins and receptor binding,
[46] pubmed.nbi.nlm.nih.gov: Evolutionary History, Potential Intermediate Animal Host, and Cross-Species Analyses of SARS-CoV-2 – SARS-CoV-2 enthält ein Eiweiß PRRA, dass weder in den bisher verdächtigten Fledermausviren noch den Pangolinviren enthalten ist. Daher schließen die Forscher das Schuppentier als Zwischenwirt aus.
[47] biorxiv.org: Uncanny similarity of unique inserts in the 2019-nCoV spike protein to HIV-1 gp120 and Gag. Bishwajit Kundu’s Studie war nicht gegengeprüft und wurde nach einigen Tagen zurückgezogen.
[48] Hat das Coronavirus Bausteine von HIV?
[49] recentr.com: South China Morning Post: HIV-ähnlicher Mechanismus macht Corona viel infektiöser als normale SARS-Viren (original: Coronavirus far more likely than Sars to bond to human cells due to HIV-like mutation, scientists say), ferner inkstonenews.com: HIV-like Mutation makes Covid-19 more infectious than Sars scientists say. Ruan Jishou: ACE2 shedding and furin abundance in target organs may influence the efficiency of SARS-CoV-2 entry, bestätigt durch Li Hua Furin, a potential therapeutic target for COVID-19. Auch eine französische Studie von Etienne Decroly scheint das zu bestätigen: The spike glycoprotein of the new coronavirus 2019-nCoV contains a furin-like cleavage site absent in CoV of the same clade.
[51] unz.com: Coronavirus: the Dark Side: „300 US military personnel arrived in Wuhan for the Military World Games on October 19. The first coronavirus case appeared two weeks later, on November 2. Coronavirus incubation period is 14 days.“ COVID-19: Further Evidence that the Virus Originated in the US, heise.de: Coronavirus: „Made in China“ oder „Made in the USA“? : „Es könnte sein, dass sich einige Mitglieder des US-Teams durch einen zufälligen Ausbruch in Fort Detrick mit dem Virus infiziert haben, aber ihre Symptome bei einer langen anfänglichen Inkubationszeit unmerklich waren und diese Personen während ihres Aufenthalts bei den Militärübungen in Wuhan möglicherweise Tausende von Anwohnern an verschiedenen Orten infiziert haben, von denen viele später auf den Seafood-Markt gingen, von wo aus sich das Virus wie ein Lauffeuer verbreitet hat.“ Zhao Lijian: „It might be US army who brought the epidemic to Wuhan.“ Ganz andere Zusammenhänge glaubt „Dr. Marrti“ aufdecken zu können: Is Wuhan-400 a delusion?
[52] wikipedia.de: Fort Detrick – „[…] in Fort Detrick [befinden sich] das United States Army Medical Research Institute of Infectious Diseases (USAMRIID) und die National Interagency Confederation for Biological Research sowie zukünftig das National Interagency Biodefense Campus […]“.
[53] nytimes.com: Deadly Germ Research Is Shut Down at Army Lab Over Safety Concerns.
[54] petitions.whitehouse.gov: Petition for information of Fort Detrick. Die Petition wurde abgewiesen, weil statt der erforderlichen 100.000 nur 1.426 Unterschriften zusammenkamen. In ihr wird Aufklärung dazu verlangt, ob SARS-CoV-2 nicht in Wahrheit in Fort Detrick erzeugt worden ist. Wer steht hinter dieser Petition?
[55] Twitter.com: Lijian Zhao bei Twitter – Video mit der Aussage von Robert Redfield.
[56] Wikipedia: Desinformation.
[56.1] Ergebnis erfolgreicher Desinformation und deren Hintergründe beschreibt anschaulich folgender kurzer Beitrag: The Battle of the Coronavirus Narratives.
[57] whiov.ac.cn: Discovery of a rich gene pool of bat SARS-related coronaviruses provides new insights into the origin of SARS coronavirus . Fledermaus-Viren bieten GoF-Projekten noch ein reiches „Spielfeld“. thelancet.com: Clinical features of patients infected with 2019 novel coronavirus in Wuhan, China. „The coronaviruses already identified might only be the tip of the iceberg, with potentially more novel and severe zoonotic events to be revealed“. swp.de: Hantavirus in Corona-Zeiten? Mann stirbt an Hanta – 2019 großes Thema in Göppingen
[58] gesundheitsforschung-bmbf.de: Verwandte der SARS-Viren erstmals bei Fledermäusen in Deutschland nachgewiesen. Hoffentlich sind deutsche Forscher „schlauer“ und lassen die Fledertiere in Ruhe.
[59] Statista.com: Letalitätsrate ausgewählter Virusausbrüche im Zeitraum von 1967 bis 2020


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